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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die zurückliegenden Monate, in welcher die Corona-Pandemie unser Leben verändert hat, war eine große Herausforderung für uns alle. Das Heute gibt uns jedoch Zuversicht – denn wir alle, Bürgerinnen und Bürger und unsere Verbandsgemeinde – haben es, gemessen an der Herausforderung, bis heute gut bewältigt.

Für jeden von uns hat sich unser Leben dramatisch verändert. Unsere Kanzlerin sagte hierzu: „Das Virus ist eine demokratische Zumutung“. Unsere Verbandsgemeindeverwaltung hat sich bestmöglich auf diese Situation eingestellt – bis zum 14. März 2020 waren die Herausforderungen, welche zu bewältigen waren, maximal in der Theorie denkbar – wirklich vorstellbar waren diese sicher nicht.

Die Verwaltung hat sich den neuen Aufgaben gestellt – die Ortsbürgermeister/innen wurden einbezogen – und so konnten wir rasch für (fast) alle Probleme Lösungen finden. Zielorientierte Lösungen, ohne Politik – einzig den Menschen verpflichtet.

Insbesondere für KITAS und Schulen – aber auch für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger galt es Hilfe zu organisieren, Betreuungsmöglichkeiten für Kinder zu finden, Homeoffice-Plätze einzurichten und, und, und…

Es galt, eine unglaubliche Fülle an Lösungen zu finden. Ich finde, dies ist uns gelungen! Die Erfahrung, welche ich in den vergangenen 15 Jahre als Bürgermeisterin sammeln durfte, hat uns im Pandemiemanagement weitergeholfen.

Weiter möchte ich diese „Herausforderung“ nicht nochmals ins Gedächtnis rufen. Denn ich möchte versuchen, aus diesen Erfahrungen heraus auch Positives zu sehen: „Homeoffice“ ist auch ein Stück Klimaschutz! Vielleicht ist es eine Möglichkeit, unsere Pendler-Region etwas anders zu organisieren. Mit dem Projekt der Pendlerradroute „Bachbahnradweg“ sind wir auf dem richtigen Weg.

Und es wurde viel gegärtnert: die neue Sehnsucht nach Grünfläche im privaten Bereich wurde wiederentdeckt! Wenn man zu Hause arbeitet, hat man mehr (Frei)-Zeit den eigenen Garten auch zu genießen – wenn man ihn hat! Viele Grünflächen und Gärten prägen jedoch gerade unsere Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde – und es ist schön, wenn wir dies wieder etwas mehr zu schätzen gelernt haben.

Wir wurden gezwungen, schnell Erfahrungen mit den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung zu machen. Wir erleben gerade einen enormen Digitalisierungsschub! Auch ich musste schnell „lernen“ mit einer Vielzahl von Video- und Telefonkonferenzen umzugehen. Wie fanden Sie das?

Wichtig ist nun, hieraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Für unsere Schulen haben wir gerade eine Infrastrukturplanung zur Umsetzung der Digitalisierung beauftragt. Um alle Klassensäle entsprechend ausstatten zu können (soweit sie nicht schon ausgestattet sind). Hierin inbegriffen ist auch, zu planen wie Tablets und Laptops zukünftig in den Unterricht integriert werden können. Mit einer Spende in Höhe von 30.000 € ist es nun gelungen, allen Kindern, welche an der unentgeltlichen Schulbuchausleihe teilnehmen von Klassenstufen 3-10, eine entsprechende Laptop-Ausstattung zu ermöglichen. Das vom Land zugeteilte Geld reichte leider nur für die Hälfte der Kinder…. Und eigentlich müsste es dieses Angebot für alle Schülerinnen und Schüler geben. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dies zu einem Teil vorfinanzieren. Meine Anfrage hierzu liegt beim zuständigen Ministerium.

Der Deutsche Städtetag nannte den derzeitigen Prozess des Umdenkens „Glokalisierung“ – eine Mischung aus Globalisierung und Lokalisierung. Warum nicht? Genau dies ist jedoch eine große Stärke unserer Verbandsgemeinde – allgemein den Orten im ländlichen Raum. Etwas weniger Schnelligkeit vielleicht? Die Rückbesinnung auf meine Region, meine Heimat, unsere Orte.

Zukunft wird vor Ort gemacht!

Und dennoch: versuchen wir alle wieder ein wenig „mehr“ Normalität in unseren Alltag zu holen. Lassen Sie uns gemeinsam das Virus nicht gewinnen – nicht in unserem Handeln und in unseren Köpfen. Dies ist auch wichtig für unsere Wirtschaft – sie muss am Laufen gehalten werden – und wir dürfen auch nun Arbeitssuchende, Kleinunternehmer, Schausteller und Künstler nicht vergessen sowie diejenigen, welche in den Gesundheitsämtern, Arztpraxen, Krankenhäusern und Altenheimen besonders betroffen sind.

Bleiben Sie besonnen – und vor allem gesund

Ihre

Anja Pfeiffer